We don’t love.

“Why is everybody afraid of love?”

 

You know that feeling. You have other things to do, but you decide to click on links, scroll down your timeline and watch nonsense vine videos. In one of these videos a guy asks “Why is everybody afraid of love?” and scares an old woman by shouting ‘love’ at her.

That one simple question got me thinking: why are we afraid of love?

Love is one scary thing. Not like the monsters who live under your bed or in your wardrobe that you used to fear as a child, it is far worse. Let me show you why.

We became a consuming generation. Our thirst for possessing things, making them ours, showing off in various ways doesn’t stop. We want minimal input to produce maximal outcome and call it efficiency. We prefer the shallow yet wide knowledge over the intensive one.

Maybe this works with objects, but not with humans. See this is where it gets complicated. If we live our life using the principles named above and get away with it, we don’t want to change this behaviour, because it always worked. We don’t see that we can’t posses another feeling, breathing and thinking human being in order to show attachment. We can’t invest little affection and too little time and expect a perfectly functioning relationship that will give us enormous emotional satisfaction. If we want someone to understand and know our needs and the way we feel without having to tell them, we have to let them in and see for themselves.

Letting someone in shouldn’t be this hard, right? All you have to do is strip off all the layers of security and anonymity and let someone else see what you kept hidden behind these walls. Nothing easier than this.

But the internet screwed this up for us already. I’m not trying to blame the world wide web for the emotional mess we are surrounded by but it definitely contributed to the majority of it. We all know the stereotypical internet user. There’s one group that tries to share a reasonable amount of information with people and the other group, that has the need to share something with mankind every second breath they take and your timeline is literally bombarded by their nonsense that no one ever asked to know.

We already present ourselves on several platforms — in a flawless version. We show the success, the joy and beauty in our lives, but barely the ugly and the pain. If we do show them, we make sure that they serve us in terms of gaining pity and attention from viewers. Life is quite dramatic and we prove it.

What happens if we let someone in to see inside of us, face the unedited version of a self we never let hang out for too long.

We become vulnerable.

In times of self protection, when everyone wants as much as possible from the cake and lives selfishly in the moment we simply can’t afford to care too much. Opening up to someone means that you give them all they need to take you down and you simply hope that they care too much to do so.

We want someone to care.

Maybe it’s the non stop connection to everyone, that makes us lose track of important people in our lives. We have so many people in our lives, share so much yet so little with them and are lost in the jungle of emotions, faces and stories that bombard us. Don’t we want a place to rest for a little from all that hassle, someone to tell you to take it easy, to hold your hand when you want to get back up and believe in something they’ve seen in you? Someone who has a deeper link to you. What happened to the good old days when lovers sent each others letters and waited patiently a long time for an answer. It freaks us out if we see someone reading our messages but not replying immediately. They must’ve ignored you, there can be no other plausible explanation behind it. There are probably several that we can’t see because we don’t trust anymore.

We are insecure.

What if the fear of love isn’t love itself. Why would anyone despise the idea of feeling happy, understood, safe and all the wonderful things that come to your mind when you think of true love. Maybe it’s the fear of what happens after the oh-so-happy days. The fear of being left alone when you need them the most or the fear of rejection. What if he or she is the wrong person and you settle down with them and only see your mistake when someone better shows up?

All these reasons should make us want to run the other direction when confronted with someone who might love us or we may fall in love with. That actually happens quite often.

However it doesn’t mean that we all don’t crave love more than ever. We do.

But we don’t love anymore.

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Dinge, die ich schon immer sagen wollte.

Das ist an alle Tanten und ihre wundervollen und vor allem einzigartigen Söhne.

Liebes Tantchen und lieber potentieller Heiratskandidat,

ich möchte mich erst ein Mal recht herzlich bei euch für euren höchstwahrscheinlich gut gemeinten Heiratsantrag bedanken. Leider weiß ich nicht genau, an wen ich den Dank adressieren soll. An dich, Tante, die du wie eine Agentin ein Mädchen, welches deinen Anforderungen entspricht, ausfindig machst, ihren gesamten Lebenslauf von Freunden, Bekannten, Nachbarn und jeglichen Menschen, die jemals etwas über sie gehört haben könnten, erfragst oder an dich, Herr Heiratskandidat, der du relative uninteressiert einer von vielen Zuschauern dieses Schauspieles bist. Ich adressiere den Dank lieber an die Frau Mama.

Leider muss ich dir, liebes Tantchen, mit großem Bedauern mitteilen, dass ich keinerlei Interesse an deinem Sohn habe. *empörte Ausrufe bitte hier einfügen*

Meine Ablehnung ist auf keinen Fall eine Aufforderung für dich und deine Kumpaninnen mich noch intensiver zu bedrängen. Ich ziere mich nicht und spiele auch nicht Desinteresse vor, um nicht als leichte Beute darzustehen. Nein. Ich möchte wirklich nicht.

Jetzt wirst du mir natürlich alle Vorzüge von dem Herrn Sohnemann aufzählen. Ich kann ihn dir aber sehr schnell beschreiben. Er gehört nämlich in eine der folgenden Kategorien:

Kategorie 1: Der Playboy.

Dieser Typ wechselt sehr häufig seine Freundinnen aus den unterschiedlichsten Gründen und erzählt jeder von ihnen, dass er sie ganz bestimmt heiraten wird. Natürlich bist du, liebes Tantchen, mit einem x-beliebigen Mädchen nicht einverstanden. Sie ist dir nicht gut genug und man kann oft beobachten, wie du enormen Druck auf deinen Sohn ausübst, damit er endlich von ihr ablässt und eine “Vernünftige”, ein “ordentliches” Mädchen heiratet. Da ich in diesem Fall anscheinend das “ordentliche” Mädchen bin, sollte ich mich geschmeichelt und geehrt fühlen. Notieren wir bitte für die Akten, dass ich zutiefst gerührt bin über so viel Zuneigung. In Wahrheit aber gehört dein Sohn zu der Kategorie Typen, die ich nicht ausstehen kann. Ich sehe schon wie du große Augen machst, aber lass’ mich es dir kurz erklären. Männer müssen begreifen, dass Frauen durchaus Menschen mit Gefühlen sind, mit denen man nicht leichtsinnig umgehen sollte. Das ganze Freund/in Gehabe ist mir einfach zu kindisch, albern und schadet meiner Meinung nach der zukünftigen Ehe. Ich möchte nicht eines Tages mit jemandem verheiratet sein, der mich im besten Falle im Unterbewusstsein ständig mit einer meiner etlichen Vorgängerinnen vergleichen wird. Außerdem: wer gibt mir eine Garantie dafür, dass er sich wirklich ändert und nun plötzlich sesshaft wird? Du etwa, liebe Tante, die du von den meisten Machenschaften des Jungen überhaupt keine Ahnung hast?

Ich möchte dir einen Rat geben, falls du mich nicht für all zu Vorlaut hältst: bitte fliege kein süßes, unschuldiges Mädchen aus der Heimat für diesen Jungen ein. Wenn du es nicht geschafft hast den Jungen in diesen zwanzig etwas Jahren zum Mann zu erziehen, dann wird sie es ab diesem Zeitpunkt auch nicht mehr schaffen. Falls du es doch tun solltest und das sogar, wie die meisten deiner gerissenen Vorgängerinnen, durch das Verheimlichen seines wahren Charakters und das Hervorstreichen und Vorgaukeln guter Eigenschaften, kann ich dir nur eines sagen: fürchte Allah (swt).

Auch wenn die Familie des Mädchens und sie selbst wahrscheinlich nichts ahnend dem Ganzen zustimmen, Allah weiß alles und kennt die verborgenen Absichten.

Kategorie 2: Der Unpassende.

Dein Sohn ist kein all zu schlechter Junge. Er hat oftmals einen Realabschluss und ist in der Ausbildung oder er hat ein Abitur und studiert irgendetwas an irgendeiner Universität. Ihr seid auch alle super nett, aber ich und dein Sohn, liebe Tante, das geht nicht.

Wir haben keinerlei gemeinsame Interessen, wir mögen nicht dieselben Dinge, wir verfolgen im Leben verschiedene Ziele und von den unterschiedlichen Lebensansichten und –erfahrungen will ich erst gar nicht anfangen.

Warum musst du mich unbedingt zwingen, mit diesem Sohn etwas zu unternehmen, natürlich nur in Begleitung von irgendjemandem, damit wir uns besser kennenlernen? Die Punkte, die ich oben aufgezählt habe, sind für mich keine oberflächlichen Kleinigkeiten, die sich mit der Zeit ergeben. Im Gegenteil: das sind wichtige Dinge, an denen die meisten Ehen früher oder später kaputt gehen. Bitte bring’ mich nicht dazu, mich mit deinem Sohn zu unterhalten, wenn ich keinerlei Interesse daran habe. Nicht nur, weil wir nicht zusammen passen, sondern weil ich nicht unbedingt mit jedem Ahmet und Mahmud irgendwo irgendetwas trinken gehen möchte – mir ist dann auch egal wer alles mitkommt. Bitte schreibe auch die Tatsache, dass ich versuche höflich und freundlich zu sein nicht meiner Unentschlossenheit zu. Meine Mutter wäre traurig, wenn ihre gute Kinderstube an sturen Frauen scheitern und in unhöfliches Benehmen umschlagen sollte.

Eine Unterkategorie wäre vielleicht noch: Unpassend aufgrund der Größe.

Liebe Tante, da du mich sicher mein ganzes Leben lang schon irgendwie kennst oder zumindest Freunde hast, die es tun, solltest du wissen, dass ich groß bin. Ja, mit einer Größe von 1.71 m bin ich für den Heiratsmarkt Standard schon zu groß. Vielleicht sind aber auch die potentiellen Ehemänner alle mit einer Durchschnittlichen Größe von 1.60m zu kurz. Man weiß es nicht genau. Ist im Grunde genau wie die Frage was zuerst kam:Huhn oder Ei.

Vielleicht gehörst du sogar mit zu einer derjenigen, die mich früher immer gemobbt haben, weil ich in kurzer Zeit recht viel gewachsen bin mit Sprüchen wie “Wie groß willst du noch werden? Du wirst später nie einen Ehemann finden!”, “Minarett” (den bekam ich oft in der Türkei zu hören, weiß Gott wieso), “Iss nicht so viele Milchprodukte, davon wirst du ja noch größer!” und viele weitere. Dank all dieser super hilfreichen Anmerkungen habe ich noch knapp sechs Jahre danach Bedenken ein volles Glas Milch auszutrinken, weil ich im Unterbewusstsein fürchte zu wachsen. Habe ich erwähnt, dass ich außerdem noch bis vor kurzem wirklich geglaubt habe zu groß zu sein und das ziemlich schlimm fand? Meine pubertären Komplexe waren dank all der lieben und freundlichen Tanten nicht “ich bin zu dick” (eine Zeit lang schon), sondern eher “ich bin zu groß”. Wenn man sich zu dick findet, nimmt man ab. Was macht man aber, wenn man sich zu lang findet?  Trotzdem möchte ich allen Tanten da draußen danken – sicher war das in irgendeiner Weise gut gemeint. Ach ja, ich liebe Natur Joghurt. Der von dem man so richtig schlimm lang wird und esse ihn löffelweise. Hoffentlich wachse ich davon noch mehr.

Kategorie 3: Der Akhi.

Die meisten von dieser Kategorie haben erst vor kurzem die Kurve gekratzt und sich mit einer 180° Drehung von ihrem alten ich verabschiedet und wurden super ultra mega religiös. Sie verabschiedeten sich nicht nur von ihrem alter ego, sondern auch von den meisten Freunden und oftmals, was sehr traurig ist, von den meisten ihrer Familienmitglieder. Liebe Tante, ich weiß, dass du Bedenken wegen dem Jungen hast, weil er anfängt auch dich zu kritisieren und meint alles besser zu wissen und auf dich oder den Vater nicht mehr hören zu müssen. Ich will dir den Jungen gar nicht weiter schlecht reden. Sich einer Sache zu widmen ist keine Schande, aber jedes Extrem ist dazu verdammt nicht von Dauer zu sein. Nicht umsonst pries der Prophet (F.s.m.i.) den “goldenen Mittelweg”.

Mein Problem mit ihm ist vor allem, dass er ein “Sekt oder Selter – schwarz oder weiß” Typ ist. In seiner Welt existiert nur ein minimaler Raum für Diskussionen, alles ist entweder richtig oder falsch – natürlich liegt er immer im Recht. Hier ein simples Beispiel: ich möchte nicht, dass dein Sohn meine Kleidungsweise einschränkt oder mir gar vorschreibt, was ich zu tragen habe. Ich kenne sehr wohl die entsprechenden Verse und die Auslegungen des Propheten dazu und ich meine mich mehr oder weniger daran zu halten. Für mich ist es ein Beweis der Güte Allahs (swt), dass er uns nur die Richtlinien, die Grenzen vorgibt – wie du diese umsetzt ist dir allein überlassen. Wenn ich von Gott freie Hand dafür habe, werde ich nicht erlauben, dass mich jemand anderes meint bevormunden zu müssen. Das tut mir ausnahmsweise nicht leid.

Jemanden heiraten, der wahre Gottesfurcht hat, ist sicherlich ein wichtiges Kriterium auf der Liste “wie-sollte-Mr.-Perfect-sein” einer jeden Muslima. Der Glaube, in meinem Fall der Islam, ist aber keine Bürde, sondern eine Bereicherung für mein Leben. Eine Richtlinie für die alltäglichen und besonderen Dinge, mit denen man im Leben konfrontiert wird. Wenn aber dein Sohn, liebe Tante, durch seine Interpretation den Islam so auslebt, dass ich die Religion nicht in meinen Alltag einbinden kann, sondern sie von meinem Leben beinahe trennen muss, dann kann das nichts für mich sein. Bitte akzeptiere, dass wir nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen können.

Jetzt bist du natürlich total baff, weil ich ja eigentlich das liebe, ordentliche Mädchen sein sollte, das keine so große Klappe haben darf. Ich muss dich leider enttäuschen, denn ich habe Erfahrungen mit Leuten wie dir seit meinem 16. Lebensjahr sammeln dürfen. Ich habe mir also schon eine gewisse Expertise in dem Bereich “ungewollte Schwiegermütter samt Sohn verscheuchen” aneignen können. Meine Mutter, die Jahre lang mit Geduld und netten Worten hat das Ganze von mir abwimmeln wollen, wird ebenfalls in dem Bereich in Kürze promovieren.

Ich hoffe, dass du mich jetzt vielleicht etwas besser verstehst. Ich würde aber nicht mein BAföG darauf verwetten – ist eh knapp genug. Trotzdem finde ich dich, liebe Tante, im Grunde nett und dein Sohn ist sicher auch irgendwo nur ein armer Junge, der gar keine Ahnung hat, was seine liebe Frau Mama so alles für ihn plant. Auch du, Tante ohne potentiellen Ehemann Sohn, bist ganz okay. Du kennst mich schon seit meiner Kindheit oder durch andere Bekannte und willst mich unter die Haube bringen. Vorzugsweise mit einem guten Jungen, dessen Mutter du sehr gut kennst, damit ich ja keinen Typen anschleppe, den ihr alle nicht habt aufwachsen sehen oder der vielleicht gar kein Türke ist. *wildes Zungenschnalzen und auf das Knie schlagen bitte hier einfügen*

Natürlich wirst du, liebe Tante, jetzt so tun, als hättest du mir zugehört und mich verstanden. Ich werde mich dann heimlich über meinen scheinbaren Triumph freuen, aber in Wahrheit wirst du eine der zwei Optionen verfolgen:

a) Jeglichen Kontakt zu meiner Familie abbrechen, weil du beleidigt bist und es einfach nicht glauben kannst, wie jemand deinen Juwel von Sohn hat in aller Welt ablehnen können. Diese Tatsache wird dich bis in alle Ewigkeiten (um genau zu sein bis du die nächste potentielle Braut hast) verfolgen und wenn du die richtige für ihn an der Angel hast, wirst du uns das Ganze natürlich unter die Nase reiben, damit wir auch ja wissen, was wir uns da haben entgehen lassen.

b) Du wirst die verständnisvolle spielen und von dannen ziehen. Unterwegs wirst du aber natürlich überall seltsame Bemerkungen über mich fallen lassen, die nicht selten zweideutig klingen. Natürlich wird ab und zu auch erwähnt, dass ich sicher heimlich entweder in jemanden verliebt bin oder mich schon mit einem anderen treffe. Schließlich kann ich ja nicht einfach aus nachvollziehbaren Gründen so ein Angebot abgelehnt haben und wirklich nicht vergeben sein. Nein.

Natürlich hoffe ich immer wieder, dass du zu denjenigen gehörst, die sich eine Option c) verschaffen, was ein oder zwei Mal vorkam. Diese Option ist schlicht und einfach zuhören, überdenken und das Thema ruhen lassen. Leute, die sich für c) entscheiden, sind mir wirklich von allen die Liebsten!

Ich wünsche mir für dich, dass du die perfekte Braut für deinen Sohn findest und ihr eine große glückliche Familie werdet.

Liebe Grüße und Salaam

Nur

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Hier eine kleine Anmerkung: wenn es einen Verein der Anti-Schublanden-Denker gäbe, würde ich mich um eine Mitgliedschaft bemühen. Ich konnte es mir aber nicht verkneifen drei Hauptgruppen aufzuzählen, denen ich immer wieder über den Weg gelaufen bin. Mir ist im Grunde aber sehr wohl klar, dass Menschen durchaus in allen Farben und Formen vorkommen.

Anders als von den meisten angenommen, bin ich keine Türkin und nein, meine Muttersprache ist auch kein türkisch – meine Muttersprache ist ganz klar Sarkasmus. Ich spreche fließend Sarkasmus mit einem leicht ironischen Akzent und bitte von daher darum, dass der obige Brief auch so gelesen wird.

Der ganze Brief ist einer meiner etlichen Wutausbruch über die ganze Heiratsbörse entstanden, den ich in etwas produktiveres kanalisieren wollte. Dies ist lediglich ein Versuch von mir zu beschreiben, wie verdammt schwer es die meisten Mädchen und jungen Frauen in Heiratsangelegenheiten haben.

Ich habe den Hauptteil der Jagd auf die potentielle Braut auf Hochzeiten, beim Besuch und anderen Veranstaltungen mit anschließender Verfolgungsjagd durch belästigende Telefonate und Besuche ausgelassen. Für alle Laien unter uns: es läuft sehr zäh, anstrengend und nervig ab.

Auch habe ich ausgelassen, dass es für die kultivierte, intelligente, und gläubige Muslima nur in seltenen, glücklichen Fällen den richtigen Mann gibt. Man(n) will anscheinend keine Frau heiraten, die mehr bieten kann als er selbst und Frau möchte einen zumindest ebenbürtigen Partner haben.

Muslimisches Heiratsdilemma ist also schon vorprogrammiert.

Deep water

I actually have to write two other blog articles to get them out of my head, but this thought just suddenly hit me and I wanted to write it down before I forget it.

I read about the death of a young boy who drowned in a river near his house (may Allah bless his soul) yet people who knew him better said, that he was a good swimmer.

That means it only requires a brief moment of carelessness or overconfidence, a change of the depth of the water your in or the circumstances around you and even a good swimmer may drown.

Let’s make a simple equation. Let the water be this world and the swimmer your imaan (islamic term for “faith”).

We often believe that since we were born muslims, practice religion and follow certain rules we will die muslims and live happily ever after. Wrong.

What if we like oh so often become overconfident with the strength of our imaan and don’t realise that we’re swimming in deep water. That the struggle with this world took so much of our attention that only a single unexpected wave, a change of circumstances can break us or our imaan easily.

If swimmers can drown, people with faith can also lose it.

Protect what’s precious to you and instead of checking out the outer appearance of other people, their amount of good deeds and so on try to double check yourself first. We may be in deep water already without being aware of it.

Let us try to swim in save waters and always remember to put on our life vest.

And most important: never forget to remember the One, that is capable of pulling you out – even when you’re deep down under water.

Ein kleines Zahnrad drehte sich einst allein

Dies ist die Geschichte eines kleinen Rädchens, das nicht wusste, wohin mit sich.

Das kleine Rad, nennen wir es Nur, hatte ihr Abitur in der Tasche und war ganz versessen darauf direkt nach den Sommerferien mit dem Studium zu beginnen. Psychologie wollte sie studieren. Nach einigem hin und her sollte es dann nach London zum Studium gehen, klappte aber aufgrund von Passproblemen nicht und so musste das kleine Rädchen ihr Studium verschieben, in Hamburg bleiben und wusste nicht so recht was es tun sollte.

Ohne Ziel hatte das Rädchen auch keinen Antrieb irgendetwas groß produktives zu machen und verlor die Lust an allem und wurde von Tag zu Tag trauriger bis hin zu beinahe depressiv. Der Grund für diesen Missmut des Rädchens lag hauptsächlich daran, dass unser Umfeld gewisse Erwartungen an uns hat. Man muss gut in der Schule sein, eine gewisse Vorbildfunktion erfüllen und sonst auch in allen Bereichen ein Paradebeispiel darstellen. Falls man alle Erwartungen bis zu einem gewissen Zeitpunkt auch erfüllt hat, wird die Messlatte natürlich höher gelegt und ein Studium direkt im Anschluss nach der Schule wird zur Pflicht. Natürlich kann man nur Arzt, Ingenieur oder Lehrer werden – alles andere sind keine richtigen Berufe.

Das kleine Rad fühlte sich unter Druck gesetzt und war am Boden zerstört, die Erwartungen anderer Leute nicht erfüllt haben zu können. Schließlich war das eine Premiere. Aus diesem Blickpunkt betrachtet, wirkte alles was das Rad in diesem einen Jahr tat, irgendwie nutzlos und blöd.

Kommentare nach dem Motto ‘Du hast ja genug Zeit’ ‘Was hast du denn sonst anderes zu tun?’ waren keine Seltenheit mehr und natürlich waren sie unheimlich motivierend und bestärkten das Rad in der Vermutung nutzlos zu sein überhaupt nicht. Nein.

Nach einem kurzen Trip nach London lernte das Rädchen durch die Zahnräder Mama das Zahnräder Netzwerk kennen und fing schon nach kurzer Zeit an im HR zu arbeiten.

Anfangs schrecklich eingeschüchtert von den Lebensläufen aller Zahnräder überwand das kleine Rädchen schließlich mithilfe eines wundervollen Teams die Hemmschwelle und fand sich in einer neuen Welt: der Zahnräderwelt.

Muslime unterschiedlichster Herkunft und aus den verschiedensten Ecken Deutschlands fanden hier die Gelegenheit einander kennenzulernen und sich auszutauschen. Gemeinsam wollen sie etwas bewegen und verändern, denn ein Zahnrad setzt Kraft in Bewegung. Das kleine Rädchen zog von zu Hause aus, wuchs und veränderte sich und wurde zu einem kleinen, aber stärkerem Rad.

Auch nachdem man ein Jahr lang bereits gemeinsam gearbeitet hat, wird einem das Ausmaß an Kraft nicht bewusst, welches man in Bewegung und somit in die Welt setzt – bis man sich persönlich sieht. Nach einem Treffen im Dezember hatten alle Stimmen, die man von den Skype Konferenzen bereits kannte, auch endlich Gesichter bekommen und es wurde klar, dass Zahnräder nicht nur ein Netzwerk, sondern eine große Familie ist.

Auf der Bundeskonferenz kamen dann zu der bestehenden Familie noch weitere 100 Rädchen hinzu, die vielleicht alle zu einem bestimmten Zeitpunkt ein einziges kleines Rädchen waren, doch gemeinsam und nur gemeinsam mit der Willenskraft, der Liebe zum Geben und ihrem Einsatz konnten sie viel Kraft in Bewegung setzen, die noch lange nach der Konferenz hielt.

Kraft ist nicht nur Stärke – Kraft ist Leben und Energie.

Wenn wir alle etwas von dieser Energiequelle, die wir gemeinsam erstellen, schöpfen und diese weiter verteilen, können wir nicht nur uns selbst, sondern auch alles in unserer Umgebung in Bewegung setzen.

“In the end, we will remember not the words of our enemies, but the silence of our friends.”

– Martin Luther King Jr.

jahresrückblick

 

Würde ich das Jahr 2012 als Bild darstellen, wäre es sicherlich ein riesiges Gemälde voller verschiedener Farbkleckse, die alle verschiedene Emotionen repräsentieren in unterschiedlichen Größen für das Ausmaß dieser Umstände und in verschiedenen Positionen für die Höhen und Tiefen, die ich dabei durchlebt habe

 

In diesem Jahr habe ich eine wichtige Entscheidung getroffen – ich verließ meine Heimat. Den Ort, an dem ich geboren und aufgewachsen bin. Weg von dem Ort, in dem meine Liebsten wohnen und wo ich Zuflucht fand bei meiner Familie und Freunden.

 

Ich lernte, dass die Welt mehr zu bieten hat als das, was wir kennen.
Erst nach meinem Auszug sah ich die Blase, in der meine Eltern mich großzogen und von dem Bösen der Welt abschirmten. Egal wie oft man hört, dass man erst zu schätzen lernt, was man hat, wenn es nicht mehr ist – wer diese Erfahrung nicht gemacht hat, versteht nicht wirklich, was gemeint ist. Hätte man mich vor September gefragt, ob ich meine Familie liebe, hätte ich diese Frage gewiss bejaht. Erst jetzt, drei Monate später, kann ich von mir behaupten, den Sinn hinter diesem einfachen Satz verstanden zu haben.

 

Ich lernte, dass etwas zu lieben nicht unbedingt heißt, dass man es ständig um sich haben muss. Liebe trägt man im Herzen, nicht in der Tasche.
Manchmal ist Sehnsucht etwas sehr schönes, man erinnert sich an schöne Momente und lernt Dinge, die man für selbstverständlich hielt, schätzen. Geborgenheit, Freude, Gesundheit, Freizeit … und vieles mehr sind alles Dinge, die ich nur am Rande wahrnahm. Ich dachte mir, dass jeder diese Dinge von zu Hause kennt. Erst das Zusammentreffen mit den unterschiedlichsten Menschen aus aller Welt öffnete mir die Augen und ich erkannte, wie gut ich es hatte.
Ich danke dem Allmächtigen dafür, dass ich in einer großen, glücklichen Familie aufgewachsen bin, die mich liebt. Ihr seid mein Leben.
Ich danke dafür, dass ich Freunde gehabt habe, die wie eine zweite Familie waren und mit denen ich so viele Erinnerungen verbinde.

 

Ich lernte zu warten. Dieses Jahr spürte ich am eigenen Leib, dass Geduld eine wichtige Tugend ist, die wir oftmals unterschätzen.
Geduld ist nicht einfach gleichzusetzen mit dem simplen Warten.
Geduld heißt die schlechten Dinge, welche dir widerfahren, zu ertragen und dich nicht davon unterkriegen zu lassen. Es heißt gleichzeitig auch auf etwas besseres in der Zukunft zu hoffen.
Geduldige Menschen sind starke Menschen.

 

Ich lernte zu schweigen und zu dulden.
Jeder von uns hat es sicherlich in einer oder der anderen Situation schon erlebt, dass man im Recht ist, dein Gegenüber aber so von sich überzeugt ist, dass du die Diskussion und die folgenden Kopfschmerzen nicht ertragen möchtest und dein Gegenüber duldest. Du lässt Menschen reden, weil du weisst, dass nicht alles, was andere behaupten auch richtig ist.
Erst die Fähigkeit auch ab und an auf Durchzug schalten zu können, half mir dabei zu erkennen, was für einen Schwachsinn einige von sich geben. Viele Menschen reden scheinbar nur, um etwas gesagt zu haben, um wichtig zu sein.
Ich duldete und schwieg. An all’ jene, die mein Schweigen als Anerkennung oder Bestätigung akzeptierten – ich schwieg, weil meine Worte nicht besser gewesen wären als die Stille.

 

Ich lernte, dass einige Menschen nicht so sind, wie sie sich geben.
Manchmal denkst du, dass diese oder jene Person ein wahrer Freund ist und merkst nicht, wie die freundschaftlichen Sticheleien den Gehässigkeiten und die gut gemeinte Kritik den Bloßstellungen weichen.
Menschen, die ich als Freunde bezeichnet habe zeigten mir auf unschöne Art und Weise was Freunde von Bekannten und den restlichen Menschen unterscheidet. Erst so erkannte ich, dass Freundschaft auf Gegenseitigkeit beruhen sollte. Freundschaft sollte keine Bürde, sondern eine Bereicherung sein. Freunde sollten Menschen sein, denen du dich anvertrauen und nach Rat fragen kannst.

 

Ich lernte über den Tellerrand hinauszuschauen.
Nicht alles, was wir kennen, ist auch richtig und gut. Manchmal ist das Fremde, das Unbekannte nicht ganz so schlecht, wie wir gedacht haben. Auch wenn man nicht auf alles wildfremde anspringen sollte, etwas Mut tut Gut – Leichtsinn nicht!

 

Ich lernte wie wichtig Fleiß und Ausdauer sind.
Man kann seine Ziele nicht erreichen ohne etwas dafür zu tun. Ausdauer hilft dir dabei genau dann weiterzumachen, wenn du eigentlich aufgeben willst.

 

In diesem Jahr konnte ich hoffentlich abschließen mit Dingen, die mir zu lange schon wie eine Klette am Bein hingen und warf den überschüssigen Ballast ab.
Jedes Jahr wächst man um Erfahrungen und Erkenntnissen, die einen reifen lassen.
 
Es gab Dinge, von denen ich mir immer gewünscht habe, sie ungeschehen zu machen. Heute blicke ich darauf zurück und sehe ein, dass auch diese Dinge mich zu der Person gemacht haben, die ich heute bin.
Es gibt vieles, das ich an mir ändern möchte und muss. Wir sollten uns aber vielleicht für Verbesserungen, die wir uns in unserem Leben wünschen, nicht bis auf das nächste Jahr verschieben.
 
Jeder Tag ist eine neue Gelegenheit, sich zu ändern.

guilt.

Do we only feel guilty because of things that we did?
What about all the things we didn’t do ..When I realised what’s going on in Palestine I was 16. Nothing has ever occupied my mind like this topic did back then.
I was concerned about all those innocent people being attacked, schools being bombed and little boys and girls being frightened.Yes, Ladies and Gentleman, little children.
Children like the ones playing outside your house.
Children like the ones you see on their way to school.
And most important: Children as innocent as the ones you know.Do you wanna know the difference between the children you know and the children of Gaza?
These little boys and girls are matured children.

I feel guilty for not being able to do something for those people.
We all should feel that guilt.

Please, little girl crying in Gaza, forgive me.

out of the blue.

Out of the blue I decided to start blogging. Not because I think that more people should read what I write – I doubt that they wanna do that. If you don’t believe me, go and ask my marker. Do you sometimes feel like saying words that should better remain unsaid? Ever felt the urge to break the silence?Everyone felt that. Without exception every single one of us.People just handle this in a different way; while some of us take courage and stand up for their belief others prefer to keep quite.

We often assume that things happen ‘out of the blue’ barely realising that these little things often accumulate inside of us until they find a chance to break out.

I think that this tiny blog is going to be my personal breakout.

Please excuse the mess it made on the way to freedom!

I need to free my mind from all those chains, calling themselves different names ..

I need to ….

.. start my coursework.